Die Museumswissenschaft

Die Museumswissenschaft setzt ihre Schwerpunkte auf die Geschichte, Pädagogik und Didaktik.
Die Museologie ist ein Teil davon und stellt die philosophischen und geisteswissenschaftlichen Hintergründe dar.

„Bei einem Museum kommt es mir nicht auf die Fassade an, sondern darauf, welche Schätze es in seinem Inneren birgt.“- Paul Eßer
„Gebt mir ein Museum, und ich werde es füllen.“- Pablo Picasso
„Museen sind die Hüter der Vergangenheit, das Spiegelbild unserer kulturellen Gegenwart und die Visionäre der Zukunft. Dies alles gilt es, am Internationalen Museumstag zu entdecken.“- Harald Ringstorff

Die vier Säulen der Museologie

Die vier Säulen der Museologie stellen die Kernaufgaben eines Museums dar.
Symbolisch gesehen ist ein Museum ein lebendiger Tempel der Kultur, dessen Säulen das Sammeln, Bewahren, Forschen und Dokumentieren darstellen. Die Kommunikation als Dach schützt diese Säulen und das Management bildet das tragende Fundament. Erweitern lassen sich die Säulen mit zwei weiteren: dem Ausstellen und Vermitteln.

Sammeln

Der Begriff des Sammelns reicht weit zurück. So gab es bereits antike Schatzhäuser, welche Sammlungen ohne Institutionen darstellen. Hier waren eher Weihegaben als Dank an die Gottheit vorzufinden. Diese Weihegaben sind jedoch nicht mit Opfergaben zu verwechseln, welche keine Sammlungen darstellen, sondern Gegenstände aus dem persönlichen Besitz des Vestorbenen sind. Diese wurden mit ihm unter die Erde gegeben. Daher waren sie im Gegensatz zu den Weihegaben nicht für die Öffentlichkeit zugänglich.

Bewahren

Objekte bekommen einen materiellen, ideellen oder gar persönlichen Wert zugesprochen. Sie müssen geschützt und erhalten werden, sodass sie auch nachfolgenden Generationen zur Verfügung stehen und den Wert einer Sammlung garantieren. Neben dem Vorbeugen gehören ebenso das Konservieren, die Restaurierung und die sachgerechte Behandlung. Hierzu zählen konservatorische Bedingungen wie Klima und Lichtschutz sowie die Sicherheit des Gebäudes, in dem die Objekte gelagert werden.

Forschen

Die Forschung stellt die wissenschaftliche Bearbeitung von Objekten dar und beginnt bereits mit der Inventarisierung, die aus wissenschaftlichen und vor allem juristischen Gründen eine essentielle Grundvoraussetzung ist. Durch sie kann das Objekt in den ursprünglichen Kontext eingeordnet werden. Die Erforschung der Objekte als Informationsträger ist eine zentrale Aufgabe der Museen. Hinzu kommen sowohl die Besucher- als auch die Ausstellungsforschung.

Dokumentieren

Die Erkenntnisse und Informationen, die durch die Forschung zustande kommen, werden dokumentiert. So sind sie jederzeit abrufbar, sodass mit den Daten gearbeitet werden kann, und können sogar der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Die Dokumentation hat eine übergreifende Aufgabe in den Bereichen Sammeln, Bewahren, Provenienz, Forschung, Präsentation und Vermittlung. Die Daten müssen ständig erhalten und ergänzt werden, solange das Objekt Teil der Sammlung ist.

6.710
Museen in Deutschland (Stand 2015)
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Museumsbesuche (Stand 2013)

Blog-Beiträge.

Ausstellungskritiken – Museumsvorstellungen – Impulse und Ideen

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